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„Orchester haben keinen eigenen Klang. Den macht der Dirigent.“

Herbert von Karajan


Lebenslauf

Toni Scholl (geboren 1963 in Saarlouis) stammt aus einer musikalischen Familie, kam mit 10 Jahren als Posaunist zum örtlichen Musikverein und erhielt seit dem 13. Lebensjahr professionellen Unterricht. Schon in jungen Jahren war er Posaunist beim Landes-Jugend-Symphonie-Orchester des Saarlandes und beim Stabsmusikkorps der Bun­deswehr in Siegburg.

1984-1989 studierte Toni Scholl Posaune an der Musikhoch­schule des Saarlandes, ging dann an die Hochschule für Musik nach Frankfurt a. M., um hier 1991 sein Studium mit der künstlerischen Reife, dem KA-Examen abzu­schließen.

Schon zu Studienzeiten arbeitete Toni Scholl als Posaunist mit dem Staatstheater Saarbrücken, dem Pfalztheater Kaiserslautern, dem Theater Karlsruhe, der Kölner Kantorei und dem Sinfonieorchester des Saarländischen Rundfunks zusammen, doch mehr und mehr beschäftigte er sich autodidaktisch mit dem Dirigieren.

Nach den ersten Wettbewerbserfolgen als Dirigent besuchte er Meisterkurse bei Philip Jo­nes (GB), Christian Lindberg (S), Steven Mead (GB) und Pierre Kuijpers (NL), bevor er 1997 sein Dirigier- und Kapellmeisterstudium bei Alex Schillings an der Musikhochschule Groningen (NL) begann und dieses im Dezember 2000 erfolgreich abschloss.

Von 1993 bis 2014 war Toni Scholl hauptberuflich beim Landespolizeiorchester Baden-Württemberg. Bis April 2005 war er dessen Dirigent und stellvertretender Leiter und von Mai 2005 bis Juni 2014 hatte er die Stelle als Chefdirigent des Orchesters inne. Von Juli 2014 bis März 2015 war er Interims-Chefdirigent des Bundespolizeiorchesters in Hannover. Seit 1. April 2015 ist Toni Scholl Dozent für Blasorchesterleitung an der Musikhochschule Mannheim.

Als Gastdirigent arbeitet Toni Scholl mit zahlreichen renommierten Orchestern zusammen. Hervorzuheben sind hierbei die Sächsische Bläserphilharmonie, das Burgwacht- und Polizeiorchester der Tschechischen Republik, die Filharmonia Sudecka in Polen, das Repräsentati­onsorchester der Rumänischen Armee in Bukarest und das Orchester „Musique Mi­litaire Grand-Ducale“ Luxemburg. Im Jahr 2008 war er als Gastdirigent und Gastdozent an die Christopher Newport University in Newport News (USA) eingela­den.

Von 2006 bis 2012 hatte Toni Scholl einen Lehrauftrag für Dirigieren an der Hoch­schule für Musik in Trossingen. Seit Sommer 2010 obliegt ihm die künstlerische Lei­tung des Schwäbischen Jugendblasorchesters im ASM und seit 2004 ist er Dozent für Dirigieren im Allgäu-Schwäbischen Musikbund an der Musikakademie Marktober­dorf (Lehrgang „Dirigent im Blasorchester / C3“ und „Dirigentenausbildung zur staat­lichen Anerkennung / SAD“).

Für den Salzburger Blasmusikverband gibt er in Kooperation mit der Militärmusik Salzburg Masterclasses für Dirigenten mit speziellen Konzepten für Dirigenten von Amateurensembles. Im Jahr 2011 wurde er künstlerischer Leiter des Festi­vals „Big Sounds“ in Böblingen und gründete 2012 die Bläserphilharmonie Baden-Würt­temberg. Als Chefdirigent engagierte er internationale Solisten aller Genres der Musik, wie z.B. Sebastian Manz, Steven Mead, Wolfgang Bauer und Fola Dada.

Spardabank Big Sounds Festival 2013 Bšblingen Kongresszentrum Sonntag

Toni Scholl zeichnet eine sehr hohe Gabe der Motivation aus, mit der es ihm immer wieder gelingt, das Orchester zu neuen Höchstleistungen zu bringen. Bei ihm geht es um die Musik und das zeigt er in seinem Dirigat – und das ist es auch, was er ohne Kompromisse von seinen Musikern fordert:

„Macht Musik!“